Operatives Risiko

Mit operativem Risiko wird das Risiko bezeichnet, welches direkt oder indirekt durch die unzureichenden Leistungen von internen Prozessen, Mitarbeitern, Aktivitäten oder durch externe Ereignisse entsteht. Das operative Risiko enthält folgende Risiken: Risiko von Kontrolle und Management, rechtliche Risiken, regulatorische Risiken, durch Angestellte verursachte Risiken, IT-Risiken, Modellrisiken, Liquiditätsrisiken, Marktrisiken und geschäftliche Risiken. Bondoras Risikomanagement wird von seinem Finanzvorstand geleitet.

Um sich vor operativen Risiken zu schützen, hat Bondora Richtlinien entwickelt und implementiert, die folgendes gewährleisten: (i) eine ausreichende Trennung von Pflichte, inklusive der unabhängigen Bestätigung von Transaktionen; (ii) Überprüfung und Überwachung aller Transaktionen; (ii) Eine effektive Dokumentation aller Kontrollen; (iv) Einhalten von regulatorischen und rechtlichen Bestimmungen; und (v) regelmäßige Beurteilung der operativen Risiken und der Strategien dagegen in Bezug auf ihre Wirksamkeit.

Bondoras interne Richtlinien legen die wichtigsten Risiken offen und enthalten Gegenmaßnahmen. Es gibt außerdem eine separate, interne Risikokartierung, die vierteljährlich aktualisiert wird, und sehr viele Risiken enthält. Risiken werden in Bezug auf ihre möglichen finanziellen Auswirkungen und Auswirkungen auf das Image von Bondora evaluiert. Jedes dort beschriebene Risiko wird durch eine geeignete Gegenmaßnahme kontrolliert.

Das Aufzeichnen von operativen Risiken ist ein wichtiger Bestandteil bei folgenden Prozessen: (i) Einführung neuer oder Aktualisierung alter Produkte; (ii) Implementierung neuer oder Aktualisierung alter IT Systeme; (iii) Inbetriebnahme neuer Hardware; (iv) Inbetriebnahme neuer Standorte; (v) Implementierung neuer oder veränderter Prozesse; (vi) Änderung der Organisationsstruktur; (vii) Zusammenarbeit mit neuen Partnern und Eingehen neuer Verträge; und (viii) Auslagern von Prozessen an Drittanbieter. Bondora reduziert die möglicherweise auftretenden finanziellen Verluste verbunden mit den operativen Risiken durch die Aufstellung von Geschäftskontinuitätsplänen; durch das Aufstellen von geeigneten Methoden zum Krisenmanagement; und durch das Abschließen von Versicherungsverträgen, falls dies passend und nötig ist.

 

Faktor Beschreibung Maßnamhme zum Risikomanagement
Angestellte Diebstahl, Betrug und sonstiges schädliche Fehlverhalten, inklusive der Herausgabe von geheimen Informationen; Fahrlässigkeit beim Durchführen von Transaktionen; Abwesenheit oder Verlust von wichtigen Angestellten; Nichteinhalten der Regeln zur Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Bondora hat ein System von Authentifizierungen und Validierungen entwickelt, durch welches sämtliche Aktivitäten von den jeweils zuständigen Vorgesetzten kontrolliert werden. Die Einstellung von ausreichend qualifiziertem und erfahrenem Personal und die Weiterbildung von Angestellten sind weitere wichtige Faktoren beim Kontrollieren des operativen Risikos in Verbindung mit Angestellten.
Prozesse Fehler beim  Zahlungsverkehr; Versäumnisse bei der Dokumentation; Fehler bei der Bepreisung; Versäumnisse bei internen und externen Berichten; Nichteinhaltung von Vorschriften; unangemessen Verkäufe und Marktaktivitäten Bondora hat interne Regeln, die sicherstellen, dass das Risiko bei Fehlern bei eingehenden und ausgehenden Zahlungen minimiert wird. Alle Dokumentationen und gültigen Verträge werden mindestens einmal im Jahr kontrolliert, um das Risiko von Versäumnissen in diesen Dokumenten zu minimieren; falls es zu Fehlern gekommen war, werden die betroffenen Dokumente und Verträge unverzüglich aktualisiert, um wieder mit allen Richtlinien und der tatsächlichen Situation übereinzustimmen. Bondora behält immer die aktuelle Gesetzgebung im Auge und reagiert im Falle einer Änderung sofort, um alle internen Prozesse so anzupassen, dass sie mit der neuen Gesetzgebung übereinstimmen.
Systeme Nicht ausreichende Technologie; nicht ausreichende Entwicklung und Implementierung der Systeme; zu geringe Kapazität der Systeme; Probleme und Störungen von Systemen, inklusive integrierter externer Systeme; unzureichende Sicherheit der Systeme (beispielsweise in Bezug auf die mit Dritten ausgetauschten Informationen). Die vorgegeben Richtlinien müssen befolgt werden, damit die Risiken in Verbindung mit den Systemen möglichst gering gehalten werden, ebenso wie die Richtlinien zur Sicherheit der technologischen Systeme sowie die Richtlinien zur Minimierung des Risikos von der unachtsamen Behandlung von vertraulichen Informationen
Externe Faktoren Kriminelle Aktivitäten; Probleme mit Drittanbietern (z.B. unqualifiziertes Personal bei Drittanbietern, potentielles Auslaufen von relevanten Verträgen);Klagen und Gerichtsverfahren (inklusive des potentiellen Schadens des Ansehens der Bondora-Gruppe); Naturkatastrophen; Störungen in der Infrastruktur, inklusive Kommunikationsnetzwerke, Stromausfälle die Kommunikationsnetzwerke betreffen  und Vandalismus; politische Risiken; unangebrachte oder nicht berechtigte Überwachung durch bestimmte Behörden; gesetzgeberische Änderungen; Schaden am Ansehen von Bondora; und Schaden am Ansehen des Vergeben von Krediten über das Internet im Allgemeinen. Jegliche gegen Bondora gerichtete kriminelle Aktivität, oder Verdacht auf solche, wird sofort der Polizei gemeldet. Das Sicherstellen, dass vereinbarte Regeln eingehalten werden, minimiert das Risiko in Bezug auf Drittanbieter. Bondora vermeidet Transaktionen, Aktivitäten und Situationen, die seine Reputation beschädigen könnten. Dafür gibt es aktive Public-Relations-Programme, um die Öffentlichkeit, inklusive potentielle Kreditnehmer und Investoren, über die Aktivitäten der Bondora-Gruppe zu informieren.

 

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